19.06. Der letzte Kurzurlaub vor dem Urlaub

Zwei Tage Urlaub, die müssen ja bis zum Herbst noch „verarbeitet“ werden. Also geht es erst am Samstag mit dem Auto zum SV-Trave um die Excalibur noch etwas tiefer zu legen. Die letzten Getränke und Ausrüstungsgegenstände an Bord, die Nacht verbringen wir im SVT. Am nächsten Morgen geht es bei leichten bis sehr leichten achterlichen Winden aus der Lübecker Bucht gen Norden – bei Grömitz ist dann der Restwind aufgebraucht und wir laufen in den Hafen ein.IMG_20170619_094511 Etwas reichlich kommerziell aber ein schöner Strand und eine laaange Promenade. Der Hafen liegt im Süden und die Versorgung am Ende der Promenade in 3 Kilometer Entfernung. Für den Nachmittag zu warm. Also machen wir die Besorgung, hauptsächlich Brötchen, am Sonntag morgen. Es ist schwül warm aber auf See beschert uns ein leichter Südwest einen weiteren entspannten Segeltag. Wir gehen am Nachmittag noch einmal vor Anker in der Travemündung mit Gummiboot-Test und Abkühlung in der mittlerweile 19,5 Grad warmen Ankerbucht. Hoffentlich haben wir nicht schon das ganze gute Urlaubswetter aufgebraucht. Seitdem wir uns kurzfristig entschieden hatten das Schiff in die Ostsee zu bringen, nur gutes Wetter.TraveAnbaden

Pfingsten in Neustadt

Am Freitag ging es mit dem Auto Richtung Lübeck dank Google konnten wir einige Staus umfahren – aber andere Autofahrer haben wohl auch per Smartphone navigiert 😉
Nach 3 Stunden Fahrt hatten wir es geschafft, um dann bei brütender Hitze das Boot etwas tiefer zu legen. Die holländischen Getränke, Bordräder, Gummiboot .. etc. Am Samstag morgen segelten wir gemütlich bei flauen Winden Richtung Neustadt.
IMG_20170604_173045 Kein Streckenrekord aber entspanntes Schippern. Wir liegen im Sportboothafen der Stadtwerke direkt im Strom, bis auf den Nachbarn mit Windgenerator lässt es sich hier aushalten, bestes Hafenkino. Am Abend zieht es sich leider zu und erst am Pfingstsonntag klart der Himmel nachmittags wieder auf. Wir machen einen ausgiebigen Gang am Strand und zum Abschluss erlaubt es das Wetter wieder Kaltgetränke zu konsumieren bei einer Salsa-Tanzveranstaltung am Strand vor der Lounge bei Südwest 5+
Das W-Lan funktioniert trotz gutem Empfang leider auch nur sporadisch und so gibt es heute Abend mal wieder ein Hörbuch auf die Ohren. Am nächsten Morgen hat der Wind wie geplant auf Südwest gedreht und mit leicht geöffneten Schoten gehts zurück nach Travemünde. Ein schönes entspanntes Wochenende so kann es im Urlaub weiter gehen.

Vom Großenbroder See in die Trave

Leider auch in der Marina Großenbrode nur ein Kopfschütteln – kein freier Platz um das Boot hier liegen zu lassen! Weitere Telefonate in anderen Häfen blieben erfolglos und wir wollten auch nicht unbedingt 18 Euro pro Tag berappen !  Im SV-Trave wurden wir dann fündig beim freundlichen Hafenmeister. So ging es erst einmal travemuendungnach Travemünde in den Fischereihafen und am nächsten Tag gute 6 Meilen von Travenmünde in die Trave. Ein schönes Mündungsgebiet mit tollen Ankerplätzen. Vom Segelverein Trave fuhren wir dann am Samstag in ca. 3 Stunden mit Bus und Bahn wieder nach Bremen. Alles in allem eine schöne Segelwoche !

Na dann eben Richtung Osten

Die Überlegung das Schiff in Flensburg zu „parken“ wurde von der Windrichtung über den Haufen geworfen und so ging es mit leichten Winden aus NW bei 2 bis 4 Knoten bei bestem Wetter um das militärische Sperrgebiet nach Fehmarn – Orth. Drei Meilen vor dem Hafen hatte uns das von Westen anrauschende Gewitter eingeholt und mit Starkwind und Wolkenbruch noch etwas belustigt – bis die letzte Klampe belegt war – dann wieder Sonne!

Der Wind blieb uns allerdings mit 5-6 Bft aus NW erhalten und so entschlossen wir am nächsten Tag nach Burg zur radeln. Zum Glück hatte der Fahrradverleih eBikes und damit war auch der Rückweg gesichert. Einziger Nachteil an diesem ansonsten schönen Hafen – Die MÜCKEN – IMG_20170524_083325sie stechen zwar nicht aber dafür belagern sie das Boot zu Tausenden.
Am Himmelfahrtstag legten wir dann nach einem ausgiebigen Frühschoppen im Hafenkiosk „Kap Orth“ ab. Der Wind hatte sich etwas gelegt, reichte aber noch um unter Genua mit teilweise 7 Knoten Richtung Großenbrode zu segeln. Wir mussten uns ja langsam um einem „Parkplatz“ für die Wochen bis zum Sommerurlaub bemühen. Ein schöner entspannter Tag, das Segeln hätte noch etwas länger dauern können. Im Hafen dann erst mal mit Schrubber und Schaum die Reste der Mückenleichen beseitigt.

Kursänderung – 180 Grad

Weser raus um 10 Uhr, nach zwei Stunden flaute der Wind ab und drehte weiter auf W-NW. Also entschlossen wir uns kurzfristig die Excalibur nicht Richtung Langeoog sondern zur Ostsee zu bringen. So konnten wir zumindest die meiste Zeit segeln, wenn auch mit geringem Speed. Gut 9 1/2 Stunden nach Ablegen Geestemünde erreichten wir den Yachthafen Cuxhaven. Vorher noch ein besonderes Erlebnis, Das Autorouting vom Plotter hatte uns den nördlichen Fahrwasserweg vor Cuxhaven durch die Medemrinne vorgeschlagen. Also Zielfahrt per Plotter in die Rinne – aber keine Tonnen, wo sie  hätten sein sollen. Bei 1.80 Meter und schiebender Flut haben wir die Notbremse gezogen und sind gegen den Strom zurück zum Hauptfahrwasser. Nach dieser Aktion haben wir uns entschlossen in Cuxhaven zu bleiben. Da muss ich erst mal klären, was das für ein Mist mit den Navionics Karten ist – oder liegt es am neuen Plotter?
Am nächsten Morgen ging es Richtung Brunsbüttel und nach eine Stunde Wartezeit an der Schleuse weiter in den Kanal. Bestes Wetter und so waren wir um 19:00 Uhr endlich in Kiel. Mit drei dicken Pötten nach 2 Stunden Wartezeit in die einzige Kammer und um halb Zehn dann endlich in Möltenort fest.IMG_20170522_201750