Warnemünde – Heiligenhafen – Laboe

Unser Urlaub geht langsam zu Ende. Wir genießen die letzten Tage bei Sonnenschein, aber leider nur wenig Wind. Unter Sonnnensegel und Motor werden die letzten Seemeilen bis Laboe zurück gelegt. Freitag fahren wir mit der Fähre zum Kieler Hauptbahnhof, dann mit dem Flixbus nach Rostock und den Rest mit dem Zug nach Warnemünde. Das Auto springt an und es geht wieder nach Laboe. Samstag werden die Klamotten gepackt, im Auto verstaut und gegen Abend fahren wir nach Hause und müssen unsere Nauke alleine zurück lassen.
Wir haben in den 4 Wochen Urlaub 760sm zurück gelegt, mussten aber leider 90 Stunden motoren und hatten fast jeden Tag Sonne.

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Stralsund – Hiddensee – Warnemünde

Kurz vorm Hafen Hiddensee der Beweis, auch wenn du keine Ahnung hast, man kommt irgendwie weiter. Auf Kanal 16 hören wir nur „Pannenhilfe“ nach kurzer Zeit „Sitzen fest, einer muss uns hier runter holen“. Der folgende Sprechfunkverkehr wurde dann von Bremen-Rescue übernommen und sehr professionell gesteuert. Die Frage nach dem Rufzeichen wurde nach 10 Minuten mit „Negativ“ beantwortet. Es ist keine Schande wenn man in diesem Bereich mal eine Tonne falsch deutet oder durch Unachtsamkeit aus dem Fahrwasser kommt und fest sitzt, aber eine solche Inkompetenz am Funkgerät habe ich bisher noch nicht erlebt. Auf Hiddensee leihen wir uns Räder und fahren Richtung Süden und genießen ein Bad in der Ostsee.
Bei leichten achterlichen Wind und stehender Hitze an Bord motoren wir nach Warnemünde. Wir sitzen nur mit Badehose bekleidet im Cockpit und schwitzen trotzdem noch so stark, dass wir heute ein zweites mal duschen werden.
In Warnemünde angekommen, gucke ich erstmal ob unser Auto noch da steht, wo ich es vor fast 4 Wochen abgestellt habe. Etwas verdreckt steht es zum Glück noch da.

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Swinemünde – Wolgast – Lauterbach – Stralsund

Als wir das offene Stettiner Haff erreichten setzten wir Segel und fangen an zu kreuzen. Doch nach ein paar Schlägen machten wir wieder den Motor an, weil das Fahrwasser schmal ist und neben dem Fahrwasser sind Unmengen an Fischernetzen, die man erst spät erkennen kann. Vor der Brücke von Zecherin müssen wir fast 2 Stunden warten. Ich möchte zu einem kleinen Steg fahren und im Hafencafe etwas trinken, aber die Chefin findet auf der Seekarte einen Hinweis auf Steine und so kommt die neue Ankerwinde erfolgreich zum Einsatz. Die nächste Brücke in Wolgast öffnet spät und so verbringen wir die Nacht im kleinen Stadthafen.
In Lauterbach machen wir in der Marina „Im Jaich“ fest und sammeln wieder Stempel für Bremerhaven. Einen Hafentag nutzen wir für eine kleine Fahrradtour nach Sellin. Der Weg dorthin und auch Sellin lohnen sich für einen Ausflug.
Auch in Stralsund legen wir einen Hafentag ein. Martina möchte wieder eine Stadtführung machen, ich nicht. Da wir fast kein Bargeld im Portmonee haben, will ich die 9 EUR mit Karte bezahlen. Leider ist Kartenzahlung hier erst ab 10€ möglich. Also 2 Karten und ich bin wieder dabei.

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Leba – Darlowo – Kolberg – Swinemünde

Westlich von Leba ist wieder ein Sperrgebiet. Da wir inzwischen gelernt haben, die Sperrgebiete zu ignorieren, weil bisher alle „OPEN“ waren, so ignoriere ich auch dieses und falle auf der 10m Tiefenlinie ab und schnibbel das Sperrgebiet. Nach nur 5 Minuten im Sperrgebiet hören wir auf Kanal 16 laut und deutlich unseren Schiffsnamen. Wir werden aufgefordert, sofort Kurs Nord zu steuern um das Gebiet zu verlassen. Es ist diesmal ein Naturschutzgebiet. Danach wieder kräftiges rumeiern vorm Wind, eine Regenfront in der der Wind innerhalb von 2-3 Minuten von 6 auf 0 ging, um dann erstmal wieder mit 6-7 von vorne wehte, starker Regen und zum Schluss schöner Wind. Unter Ausnutzung der Ostwindlage können wir viel segeln, allerdings oft mit unangenehmer Welle. In Swinemünde legen wir erstmal einen Hafentag ein und sind froh, dass wir ohne starken Westwind die polnische Küste hinter uns lassen können.

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Home Run / Cuxhaven – Bremen

Die Wetterlage ist momentan etwas unübersichtlich und es ziehen einige Fronten von Nordwesten heran. Die einzige Möglichkeit bietet sich am übernächsten Tag – allerdings mit Niedrigwasser Alte Weser um 4:40 Uhr. Also geht es nach einem Hafentag in Cuxhaven morgens um 1:15 hinaus auf die Elbe, es dauert einige Zeit bis sich die Augen an das Lichtermeer vor Cuxhaven gewöhnt haben.
Und der Plotter weist uns den Weg ausserhalb, entlang des grünen Tonnenstriches. Schon hilfreich, besonders wenn dann bei einer Tonne die Beleuchtung ausgefallen ist. Später kommt uns auch noch eine Segelyacht entgegen, die unter Motor nur mit einem „Teelicht“ im Top unterwegs ist und uns dann kurz vorher mit dem Handscheinwerfer blendet 👿
Bei Elbe 3 versiegt dann der Ebbstrom – Punktlandung. Wir biegen im großen Bogen ab in Richtung Nordergründe und von Osten zieht langsam der Tag auf. Der Wind dreht immer schön mit, bei NW3 gestartet, dann Drehung auf West und später als wir in die Tegeler Rinne einbiegen auf Süd. Was soll’s, Bei den ganzen Motorstunden in diesem Sommer kommt es darauf auch nicht mehr an. Die häusliche Anziehungskraft nimmt stetig zu und so trägt uns die Flut bis nach Hasenbüren – 12 ¼ Stunden von Cuxhaven.

Résumé nach 80 (-11) Tagen, 1800 Seemeilen und 250 Maschinenstunden mit 26 SM/Tag
„Ein ungewöhnlicher Sommer“

  • kein Tag im Ölzeug
  • In der ersten Hälfte viel Wind aus der falschen Richtung
  • In der zweiten Hälfte wenig Wind von achtern oder kein Wind
  • Grilltage kann man an der Hand eines Tischlers abzählen  😉
  • Ziel „Finnland“ nicht erreicht 😥
  • Keine technischen Probleme, bis auf die Scharniere des WC-Deckels
  • Eine SCHÖNE Zeit gehabt !
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